Ich glaube, bei uns war vor allem wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass wir nicht gegeneinander kämpfen, sondern beide einfach müde, gefordert und manchmal auch überfordert sind. Gerade im Alltag mit Baby entstehen ja schnell Missverständnisse, obwohl eigentlich niemand dem anderen etwas Böses will.
Was uns geholfen hätte beziehungsweise hilft, ist offen zu sagen, wenn einem gerade alles zu viel wird, statt still immer mehr Frust anzusammeln. Und auch kleine Momente als Paar nicht ganz zu verlieren, selbst wenn im Alltag oft kaum Raum dafür bleibt. Manchmal reicht schon ein ehrliches Gespräch, ein bisschen Verständnis füreinander oder einfach das Gefühl, dass man als Team durch diese intensive Zeit geht.
Ich finde, die Partnerschaft verändert sich auf jeden Fall, aber nicht nur negativ. Sie wird oft auch tiefer, wenn man es schafft, trotz Stress und Erschöpfung im Kontakt zu bleiben.